AIDA-Modell

Ein Stufenmodell der Werbewirkung, das die Phasen Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung) beschreibt.

AIDA-Modell: Definition und Anwendung

  • Klassifikation: Hierarchisches Werbewirkungsmodell (Stufenmodell).
  • Struktur: Beschreibt vier sequenzielle Phasen, die ein Rezipient durchlaufen soll.
  • Phasen:
    1. Attention (Kognitive Ebene): Erregung von Aufmerksamkeit zur Durchdringung der Informationsüberlastung (Information Overload). Mittel: Aktivierungstechniken wie physisch intensive, emotionale oder kognitiv überraschende Reize.
    2. Interest (Kognitive Ebene): Wecken des Interesses durch Vermittlung relevanter Informationen und Nutzenargumentation (Unique Selling Proposition, USP).
    3. Desire (Affektive Ebene): Transformation des Interesses in einen konkreten Kaufwunsch (Präferenzbildung). Mittel: Emotionale Konditionierung, Schaffung von Produkt- bzw. Markenwelten.
    4. Action (Konative Ebene): Auslösung der finalen Kaufhandlung. Mittel: Direkte Handlungsaufforderungen (Call-to-Action), Schaffung von Dringlichkeit (z.B. durch limitierte Angebote).
  • Kritik am Modell:
    • Stark vereinfachte, lineare Darstellung des Kaufentscheidungsprozesses.
    • Ignoriert externe Faktoren (z.B. soziale Einflüsse, Reviews).
    • Geringe Anwendbarkeit bei Low-Involvement-Produkten oder Impulskäufen.
    • Moderne Modelle (z.B. Customer Journey) bilden die Komplexität oft besser ab.
  • Prüfungsrelevanz: Trotz der Kritik ist das AIDA-Modell prüfungsrelevanter Standard zur Analyse und Gestaltung von Werbebotschaften. Die Anwendung auf Fallbeispiele wird erwartet.

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