Bezugskalkulation

Ein Rechenschema zur Ermittlung des tatsächlichen Einstandspreises einer Ware unter Berücksichtigung aller Preisnachlässe und Nebenkosten.

Bezugskalkulation (Einkaufskalkulation)

  • Definition: Standardisiertes, mehrstufiges Kalkulationsverfahren zur Ermittlung des Bezugs- bzw. Einstandspreises von Waren.
  • Zweck: Objektivierung des Angebotsvergleichs (quantitative Analyse), Schaffung der Grundlage für die Verkaufspreiskalkulation und die Kostenträgerrechnung.
  • Relevanz: Kernkompetenz im operativen Einkauf.

Kalkulationsschema (Netto-Basis)

PositionBerechnung
Listeneinkaufspreis (LEP)Preis lt. Angebot/Preisliste
- Lieferantenrabatt in %vom LEP
= Zieleinkaufspreis (ZEP)Rechnungsbetrag vor Skontoabzug
- Lieferantenskonto in %⚠️ vom ZEP
= Bareinkaufspreis (BEP)Zahlungsbetrag an Lieferanten
+ BezugskostenFracht, Verpackung, Versicherung, Zölle
= Bezugspreis (BP) / EinstandspreisWertansatz für die Lagerbuchhaltung

Prüfungsrelevante Aspekte

  • ⚠️ Berechnungsbasis Skonto: Immer vom Zieleinkaufspreis (ZEP), niemals vom Listeneinkaufspreis (LEP). Dies ist die häufigste Fehlerquelle in Prüfungen.
  • ⚠️ Bezugskosten: Werden stets addiert, da sie den Wert der beschafften Ware erhöhen.
  • Umsatzsteuer (Vorsteuer): Ist für die Kalkulation des Bezugspreises bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen irrelevant (durchlaufender Posten, § 15 UStG). Sie wird erst in der Buchführung relevant.

Passender Kurs

Lernfeld 4 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen.

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Quiz: Bezugskalkulation (Leicht)

Leicht

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Quiz: Bezugskalkulation (Mittel)

Mittel

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Quiz: Bezugskalkulation (Schwer)

Schwer

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