Break-Even-Point

Der Punkt, an dem die gesamten Erlöse den gesamten Kosten entsprechen. Das Unternehmen erwirtschaftet weder Gewinn noch Verlust.

Definition

Der Break-Even-Point (BEP) hat auch einen deutschen Namen: Gewinn-Schwelle. Er ist ein sehr wichtiger Punkt für eine Firma. An diesem Punkt sind die Einnahmen genau so hoch wie die Ausgaben. Die Firma macht also keinen Gewinn. Sie macht aber auch keinen Verlust. Der Gewinn ist genau Null. Verkauft die Firma weniger als am Break-Even-Point, macht sie Verlust. Verkauft sie mehr, macht sie Gewinn.

Erklärung im Büro-Management

Kaufleute im Büro-Management müssen den Break-Even-Point verstehen. Er ist wichtig für die Planung und Kontrolle in einer Firma. Er ist keine graue Theorie. Er ist ein Werkzeug für die Praxis. Man kann damit den Erfolg von Projekten oder Produkten prüfen. Die Rechnung hilft, gute Verkaufs-Ziele zu finden. Man kann auch sehen, was passiert, wenn Preise oder Kosten sich ändern. Der BEP ist eine Grundlage für die Budget-Planung. Er zeigt, wie viel man mindestens verkaufen muss.

Praxis-Beispiel bei der Lernleicht GmbH

Herr Schmidt will mit Laura den Break-Even-Point berechnen. Es geht um ein neues Set mit 20 Akten-Ordnern.

  • Geplanter Netto-Verkaufs-Preis pro Set: 40,00 €
  • Variable Kosten pro Set (Einkauf, Verpackung): 24,00 €
  • Die monatlichen Fix-Kosten der Firma sind 96.000,00 €.

Schritt 1: Stück-Deckungs-Beitrag (db) rechnen

db = 40,00 € - 24,00 € = 16,00 €

Jedes verkaufte Set bringt 16,00 €. Das Geld hilft, die Fix-Kosten zu bezahlen.

Schritt 2: Break-Even-Menge rechnen

Die Formel ist: BEP-Menge = Fix-Kosten geteilt durch Stück-Deckungs-Beitrag

BEP-Menge = 96.000,00 € / 16,00 €/Set = 6.000 Sets

Die Lernleicht GmbH muss also 6.000 Sets im Monat verkaufen. Dann sind alle Kosten bezahlt.

Schritt 3: Break-Even-Umsatz rechnen

BEP-Umsatz = BEP-Menge mal Verkaufs-Preis

BEP-Umsatz = 6.000 Sets * 40,00 €/Set = 240.000,00 €

Die Firma braucht einen Monats-Umsatz von 240.000,00 €. Dann macht sie keinen Verlust.

Wichtigkeit für die Prüfung

Die Break-Even-Analyse ist ein sehr wichtiges Prüfungs-Thema. Typische Aufgaben sind:

  • Rechne die Break-Even-Menge und den Break-Even-Umsatz aus.
  • Rechne aus, wie viel man verkaufen muss, um einen bestimmten Gewinn zu machen.
  • Analysiere, was passiert, wenn sich Kosten oder der Preis ändern.
  • Zeichne oder erkläre ein Break-Even-Diagramm.

Ähnliche Begriffe

  • Deckungs-Beitrag: Man braucht ihn für die Rechnung des BEP.
  • Fix-Kosten: Sie sind ein wichtiger Teil der BEP-Formel.
  • Gewinn-Zone/Verlust-Zone: Das sind die Bereiche über und unter dem Break-Even-Point.
  • Sicherheits-Koeffizient: Er sagt, wie stark der Umsatz sinken darf, bevor man Verlust macht.

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Quiz: Break-Even-Point (Leicht)

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