Cloud Computing
Die Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet.
Cloud Computing
- Definition: Ein Modell, das bedarfsgesteuerten, ubiquitären Netzwerkzugriff auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren IT-Ressourcen (z.B. Netzwerke, Server, Speicher, Anwendungen, Services) ermöglicht, die mit minimalem Managementaufwand oder Dienstleisterinteraktion schnell bereitgestellt und freigegeben werden können (NIST-Definition).
- Servicemodelle:
- IaaS (Infrastructure as a Service): Bereitstellung fundamentaler Rechenressourcen (virtuelle Maschinen, Storage, Netzwerk). Der Kunde verwaltet OS, Middleware und Anwendungen. Beispiele: Amazon Web Services (AWS) EC2, Microsoft Azure VMs.
- PaaS (Platform as a Service): Bereitstellung einer Plattform, die es Kunden ermöglicht, eigene Anwendungen zu entwickeln, zu betreiben und zu verwalten, ohne die Komplexität der darunterliegenden Infrastruktur. Beispiele: Heroku, Google App Engine.
- SaaS (Software as a Service): Bereitstellung von fertigen Anwendungen, die vom Anbieter betrieben werden. Zugriff erfolgt i.d.R. über einen Web-Client. Beispiele: Microsoft 365, Salesforce, SAP S/4HANA Cloud.
- Bereitstellungsmodelle (Deployment Models):
- Public Cloud: Infrastruktur ist für die Allgemeinheit verfügbar; Eigentum eines Cloud-Anbieters.
- Private Cloud: Infrastruktur wird exklusiv von einer Organisation betrieben (intern oder durch Dritte).
- Hybrid Cloud: Kombination aus Public und Private Clouds, die durch Technologie miteinander verbunden sind.
- Kritische Aspekte für Unternehmen:
- Datenschutz & Compliance: Einhaltung der DSGVO, insbesondere bei Datentransfers in Drittländer (Art. 44 ff. DSGVO). Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist zwingend.
- Sicherheit: Shared Responsibility Model – der Anbieter sichert die Cloud, der Kunde sichert seine Daten/Anwendungen *in* der Cloud.
- Vendor Lock-in: Technische und vertragliche Abhängigkeit von einem Anbieter, die einen Wechsel erschwert.
- Service Level Agreements (SLAs): Vertraglich zugesicherte Leistungsmerkmale (z.B. Verfügbarkeit von 99,9%).
- Prüfungsrelevanz: Abgrenzung der Service- und Bereitstellungsmodelle. Fähigkeit zur kritischen Diskussion der Vor- und Nachteile unter Berücksichtigung rechtlicher (DSGVO) und betriebswirtschaftlicher Aspekte (TCO, Skalierbarkeit, Lock-in).
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