Deckungsbeitrag
Der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatzerlös zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung verbleibt.
Deckungsbeitrag (DB)
- Definition: Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen den erzielten Umsatzerlösen (U) und den variablen Kosten (K_v). Er stellt den Betrag dar, der zur Deckung der Fixkosten (K_f) und zur Gewinnerzielung dient.
- Formeln:
- Stückdeckungsbeitrag (db):
db = p - k_v - Gesamtdeckungsbeitrag (DB):
DB = U - K_v = db * x - Betriebsergebnis (BE):
BE = DB - K_f
- Stückdeckungsbeitrag (db):
- Arten:
- Einstufige Deckungsbeitragsrechnung (Direct Costing): Subtrahiert die gesamten variablen Kosten von den Umsatzerlösen.
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (Fixkostendeckungsrechnung): Differenziert den Fixkostenblock weiter (z.B. in Produktfixkosten, Bereichsfixkosten, Unternehmensfixkosten), um differenziertere Analysen zu ermöglichen.
- Anwendung in der Entscheidungsfindung:
- Preispolitik: Ermittlung der kurzfristigen Preisuntergrenze (db = 0).
- Programmpolitik: Optimierung des Produktions- oder Absatzprogramms, insbesondere bei Engpässen (relative Deckungsbeiträge).
- Make-or-Buy-Analyse: Vergleich der variablen Herstellkosten mit dem externen Bezugspreis.
- Schwellenwertanalyse: Basis für die Break-Even-Analyse.
- Prüfungsrelevanz: Hohe Relevanz. Standardisierte Berechnungen und Anwendungsfälle (Zusatzauftrag, Sortimentsentscheidung) sind Kernkompetenzen im Bereich Kosten- und Leistungsrechnung.
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