Erfolgskonto
Ein Konto in der Buchführung, das Aufwendungen (Werteverzehr) oder Erträge (Wertezuwachs) erfasst und somit Veränderungen des Eigenkapitals abbildet.
Definition
Ein Erfolgskonto ist ein Unterkonto des Eigenkapitalkontos in der doppelten Buchführung. Es dient dazu, alle erfolgswirksamen Geschäftsvorfälle eines Geschäftsjahres zu sammeln. Im Gegensatz zu Bestandskonten haben Erfolgskonten zu Beginn eines Geschäftsjahres keinen Anfangsbestand. Sie werden am Jahresende über das Gewinn- und Verlustkonto (GuV) abgeschlossen. Man unterscheidet zwischen Aufwandskonten und Ertragskonten.
Erklärung im Kontext Büromanagement
Im Büroalltag fallen ständig Vorgänge an, die den Erfolg des Unternehmens beeinflussen. Wenn die Lernleicht GmbH Miete für ihre Büros zahlt, ist das ein Aufwand, der den Gewinn schmälert. Wenn sie Büromöbel an einen Kunden verkauft, ist das ein Ertrag, der den Gewinn steigert. Um diese Vorgänge transparent und nachvollziehbar zu machen, werden sie auf separaten Erfolgskonten gebucht (z.B. "Mietaufwand", "Umsatzerlöse"). Als Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement musst du erkennen, ob ein Geschäftsvorfall erfolgswirksam ist und ihn auf dem richtigen Aufwands- oder Ertragskonto verbuchen. Dies ist die Grundlage für die spätere Ermittlung des Jahresgewinns oder -verlusts.
Praxisbeispiel bei der Lernleicht GmbH
Laura Müller bearbeitet zwei Belege:
- Beleg 1: Eine Rechnung der Stadtwerke München über 500 € für Strom. Die Bezahlung erfolgt per Banküberweisung. Stromverbrauch ist ein Werteverzehr, also ein Aufwand. Der Buchungssatz lautet: Aufwand für Energie 500 € an Bank 500 €. Das Aufwandskonto "Aufwand für Energie" wird im Soll gebucht.
- Beleg 2: Ein Kunde kauft einen Bürostuhl für 400 € und bezahlt bar. Der Verkauf von Waren ist ein Ertrag. Der Buchungssatz lautet: Kasse 400 € an Umsatzerlöse 400 €. Das Ertragskonto "Umsatzerlöse" wird im Haben gebucht.
Diese Buchungen verändern das Eigenkapital der Lernleicht GmbH. Der Aufwand mindert es, der Ertrag mehrt es.
Prüfungsrelevanz
Die korrekte Verbuchung auf Erfolgskonten ist ein zentraler Bestandteil der IHK-Prüfung im Rechnungswesen. Du musst Aufwendungen und Erträge sicher identifizieren und die Buchungsregeln anwenden können. Besonders wichtig ist das Verständnis, wie diese Konten über das GuV-Konto abgeschlossen werden und wie sich dies auf das Eigenkapital auswirkt. Eine häufige Fehlerquelle ist die Verwechslung von erfolgsneutralen Vorgängen (z.B. Kauf einer Maschine) mit erfolgswirksamen Vorgängen (z.B. Reparatur der Maschine).
Verwandte Begriffe
- Aufwandskonto
- Ertragskonto
- Gewinn- und Verlustkonto (GuV)
- Eigenkapital
- Bestandskonto
- Erfolgswirksamkeit
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