ERP-System (Enterprise-Resource-Planning)
Eine zentrale Software, die alle wichtigen Geschäftsprozesse eines Unternehmens (z.B. Einkauf, Vertrieb, Buchhaltung) in einer einzigen Datenbank integriert und steuert.
ERP-System (Enterprise-Resource-Planning)
- Definition: Integrierte, modulare Standardanwendungssoftware zur Abbildung und Steuerung sämtlicher operativer und administrativer Geschäftsprozesse eines Unternehmens auf Basis einer zentralen Datenbank.
- Primärziel: Optimierung der Wertschöpfungskette durch effiziente Ressourcenplanung (Kapital, Personal, Material, Betriebsmittel).
- Architekturprinzipien:
- Integration: Prozessuale und datentechnische Verknüpfung aller Funktionsbereiche. Eliminiert Datenredundanz und Medienbrüche.
- Zentrale Datenbank: „Single Source of Truth“. Alle Module (z.B. FI, CO, SD, MM, HR) greifen auf denselben Datenstamm zu.
- Modularität: Unternehmen können spezifische, für sie relevante Module implementieren.
- Kernvorteile vs. Insellösungen:
- Datenkonsistenz & -integrität: Systemweit einheitliche und aktuelle Daten.
- Prozessautomatisierung & -standardisierung: Beschleunigung von End-to-End-Prozessen (z.B. Procure-to-Pay).
- Transparenz & Reporting: Umfassende Echtzeit-Auswertungen über alle Unternehmensbereiche.
- Reduzierter Schnittstellenaufwand: Geringere Komplexität und Wartungskosten der IT-Landschaft.
- Prüfungsrelevanz: Fundamentales Konzept im LF11. Kandidaten müssen die Funktionsweise, die Vorteile und die prozessuale Integration anhand von Beispielen (z.B. Auftragsabwicklung) erläutern können. Die Abgrenzung zu Best-of-Breed-Ansätzen und spezialisierten Systemen (CRM, SCM) ist relevant.
Passender Kurs
Lernfeld 11 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Geschäftsprozesse darstellen und optimieren.
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