Konfliktmanagement
Der bewusste und systematische Umgang mit Konflikten innerhalb einer Organisation, um deren negative Auswirkungen zu minimieren und positive Potenziale zu nutzen.
Was das Wort bedeutet und warum es wichtig ist
Konflikt-Management bedeutet: Man geht bewusst und mit einem Plan mit Streit um. Der Streit ist in einer Firma oder Organisation. Das Ziel ist nicht, Streit ganz zu vermeiden. Denn Streit kann auch gut sein. Er kann zum Beispiel Veränderungen anstoßen. Er kann die Zusammen-Arbeit besser machen. Es geht darum, eine schlimme Steigerung vom Streit zu verhindern. Man will die Energie vom Streit für gute Dinge nutzen.
Ein gutes Konflikt-Management ist für Firmen sehr wichtig. Ungelöster Streit kann zu Problemen führen. Zum Beispiel: Mit-Arbeiter haben keine Lust mehr. Die Leistung wird schlechter. Mit-Arbeiter kündigen innerlich. Es gibt Mobbing. Und es entstehen hohe Kosten.
Verschiedene Arten von Streit
Man muss die Art vom Streit erkennen. Nur dann kann man ihn gut bearbeiten. Man unterscheidet diese Arten:
- Sach-Streit: Man hat verschiedene Meinungen über Aufgaben, Ziele oder Lösungs-Wege. Dieser Streit ist oft einfach zu lösen. Man muss nur bei der Sache bleiben.
- Beziehungs-Streit: Es gibt Probleme zwischen Personen. Sie mögen sich nicht. Sie vertrauen sich nicht. Oder sie haben sich verletzt gefühlt. Dieser Streit ist oft versteckt.
- Werte-Streit: Es geht um wichtige Meinungen. Zum Beispiel über Moral oder Kultur. Dieser Streit ist oft schwer zu lösen.
- Verteilungs-Streit: Es geht um Dinge, von denen es zu wenig gibt. Zum Beispiel Geld, Mit-Arbeiter, Räume oder Lob.
- Rollen-Streit: Eine Person hat verschiedene Aufgaben. Diese Aufgaben passen nicht zusammen.
Methoden und Modelle
Im Konflikt-Management nutzt man verschiedene Modelle und Techniken:
- Streit-Steigerung nach Glasl: Das ist ein Modell mit 9 Stufen. Es zeigt, wie ein Streit immer schlimmer wird. Am Anfang können beide gewinnen. Am Ende verlieren beide. Das Modell hilft, den Streit-Zustand zu erkennen. Dann kann man die richtige Methode zur Lösung wählen.
- Harvard-Konzept: Das ist eine Methode zum Verhandeln. Man will eine Lösung finden, mit der beide gewinnen. Man trennt die Menschen vom Problem. Man spricht über die Wünsche hinter den Forderungen.
- Mediation (Vermittlung): Das ist ein fester Ablauf. Eine neutrale Person hilft den Streit-Partnern. Diese Person ist der Mediator (Vermittler). Er hilft, eine gute Lösung für beide zu finden.
- Gesprächs-Techniken: Gut zuhören und Ich-Botschaften senden sind wichtig. Damit kann man Miss-Verständnisse klären. Die Stimmung im Gespräch wird besser.
Praxis-Beispiel im Büro-Management
In der Lernleicht GmbH gibt es Streit. Der Streit ist zwischen dem Vertrieb und dem Einkauf. Der Vertrieb sagt: Der Einkauf ist zu langsam. Der Einkauf sagt: Der Vertrieb macht falsche Versprechen. Herr Schmidt ist der Chef. Er startet ein Gespräch als Vermittler. Beide Seiten erzählen ihre Sicht. Herr Schmidt hilft ihnen, ihre Wünsche zu erkennen. Der Vertrieb will schnelle Informationen für Kunden. Der Einkauf will gute Prozesse. Zusammen finden sie eine neue Regel für schnelle Bestellungen. Sie verbessern auch die Informationen im Computer-System. So wird der Streit gelöst.
Wichtigkeit für die Prüfung
Für die Prüfung musst du etwas über Konflikt-Management wissen. Du solltest verschiedene Streit-Arten kennen. Du solltest sie mit Beispielen erklären können. Die Streit-Stufen nach Glasl sind auch wichtig. Besonders die drei Haupt-Phasen. Und du solltest Lösungs-Methoden wie die Mediation oder das Harvard-Konzept kennen.
Ähnliche Begriffe
- Mediation (Vermittlung)
- Deeskalation (Ent-schärfung)
- Organisations-Entwicklung
- Team-Entwicklung
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