Konfliktmanagement
Der bewusste und systematische Umgang mit Konflikten innerhalb einer Organisation, um deren negative Auswirkungen zu minimieren und positive Potenziale zu nutzen.
Konfliktmanagement
- Definition: Ein Teilbereich des strategischen Managements, der sich mit der systematischen und präventiven Auseinandersetzung mit Konflikten befasst. Ziel ist die Etablierung einer konstruktiven Streitkultur zur Minimierung dysfunktionaler und zur Förderung funktionaler Konfliktwirkungen.
- Funktionen von Konflikten:
- Dysfunktional: Ressourcenbindung, Demotivation, Produktivitätsverlust, Eskalation.
- Funktional: Aufdecken von Missständen (Signalfunktion), Anstoß für Innovation und Wandel (Change-Funktion), Stärkung des Gruppenzusammenhalts nach Lösung.
- Konfliktdiagnose: Analyse der Konfliktparteien, des Konfliktgegenstands (Typologie), der Konflikthistorie und des Eskalationsgrades (z.B. nach Glasl).
- Konflikttypologie (Auszug):
- Heißer Konflikt: Offene, energiegeladene Konfrontation. Intervention: Deeskalation, Strukturierung.
- Kalter Konflikt: Verdeckte, nonverbale Auseinandersetzung, Frustration, Lähmung. Intervention: Eskalation auf eine bearbeitbare Ebene, Thematisierung.
- Interventionsmethoden nach Eskalationsgrad (Glasl):
- Stufen 1-3 (Win-Win): Moderation, Appelle, Selbstklärung.
- Stufen 4-6 (Win-Lose): Prozessbegleitung, Vermittlung durch Dritte, Mediation.
- Stufen 7-9 (Lose-Lose): Schiedsverfahren, gerichtliche Auseinandersetzung, Machteingriff durch Vorgesetzte.
- Prüfungsrelevanz: Fähigkeit zur Analyse einer Konfliktsituation (Parteien, Art, Eskalationsgrad). Darstellung von Lösungsansätzen und Interventionsmöglichkeiten. Abgrenzung von Moderation, Mediation und Schlichtung.
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Lernfeld 7 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Gesprächssituationen gestalten.
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