KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
Eine Management-Philosophie, die auf ständigen, kleinen Verbesserungen von Prozessen und Produkten durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens abzielt.
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
- Definition: Ein prozessorientiertes Managementsystem, das auf der permanenten, inkrementellen Optimierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch alle Organisationsebenen basiert.
- Synonyme: Continuous Improvement Process (CIP).
- Herkunft: Westliche Adaption der japanischen Philosophie des Kaizen.
- Prinzipien:
- Prozessorientierung: Nicht das Ergebnis, sondern der Weg dorthin wird optimiert.
- Mitarbeiterorientierung: Mitarbeiter sind Experten ihrer Prozesse und Hauptträger des KVP.
- Kundenorientierung: Verbesserungen sollen den internen oder externen Kundenwert steigern.
- Standardisierung: Verbesserungen werden als neue Standards festgeschrieben (siehe 'Act' im PDCA-Zyklus).
- Abgrenzung:
- KVP: Evolutionär, kleine Schritte, Bottom-up-Ansatz (von Mitarbeitern getragen), geringe Investitionen.
- Business Process Reengineering (BPR): Revolutionär, radikale Neugestaltung, Top-down-Ansatz (vom Management verordnet), hohe Investitionen.
- Operatives Instrument: Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) dient der systematischen Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.
- Prüfungsrelevanz: Kernkonzept des prozessorientierten Qualitätsmanagements. Abgrenzung zu BPR und die Verbindung zum PDCA-Zyklus sind häufige Prüfungsinhalte.
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