Risikoanalyse
Ein systematischer Prozess zur Identifizierung, Bewertung und Planung von Maßnahmen für potenzielle Probleme (Risiken), die den Projekterfolg gefährden könnten.
Was ist eine Risiko-Analyse?
Die Risiko-Analyse ist ein fester Plan im Projekt-Management. Man überlegt dabei, welche Probleme in der Zukunft passieren könnten. Diese Probleme könnten das Projekt schlecht beeinflussen. Man wartet nicht, bis ein Problem da ist. Man denkt vorher darüber nach und bereitet sich vor.
Der Zweck der Risiko-Analyse ist es, den Projekt-Erfolg wahrscheinlicher zu machen. Man will unsichere Dinge kleiner machen. So gibt es keine bösen Überraschungen. Probleme sollen nicht das Geld, die Zeit oder die Qualität vom Projekt gefährden. Die Analyse beantwortet die Frage: „Was kann falsch laufen und was machen wir dann?“
Der Ablauf der Risiko-Analyse
Der Ablauf hat meistens vier Schritte:
- Risiken finden: Im ersten Schritt sucht man alle möglichen Risiken. Das macht man oft im Team. Alle überlegen zusammen, was passieren könnte. Man kann auch alte Projekte ansehen oder Experten fragen. Risiken können zum Beispiel sein: Technik geht kaputt, ein Mitarbeiter wird krank, eine Firma liefert zu spät.
- Risiken bewerten: Nicht jedes Risiko ist gleich schlimm. Darum bewertet man im zweiten Schritt die gefundenen Risiken. Man benutzt dafür oft zwei Werte:
- Wahrscheinlichkeit (P): Wie oft passiert so etwas? (z.B. auf einer Skala von 1 bis 5)
- Auswirkung (A): Wie schlimm ist es, wenn es passiert? (z.B. auf einer Skala von 1 bis 5)
- Maßnahmen planen: Für die wichtigsten Risiken überlegt man sich nun Lösungen. Es gibt vier Haupt-Arten von Lösungen:
- Vermeiden: Man sorgt dafür, dass das Risiko gar nicht erst passieren kann.
- Verkleinern: Man sorgt dafür, dass das Risiko seltener passiert oder nicht so schlimm ist. (Beispiel: einen Ersatz-Redner schulen).
- Übertragen: Man gibt das Risiko an jemand anderen ab. Zum Beispiel an eine Versicherung.
- Annehmen: Man nimmt das Risiko an. Das macht man, wenn das Risiko sehr klein ist. Oder wenn eine Lösung zu teuer wäre.
- Risiken beobachten: Man muss die Risiken im ganzen Projekt immer wieder ansehen. Man prüft, ob die Maßnahmen helfen.
Wichtig für das Büro-Management
Auch bei Projekten im Büro ist die Risiko-Analyse wichtig. Laura Müller plant den „Tag der offenen Tür“. Sie muss über Risiken nachdenken. Zum Beispiel: schlechtes Wetter, kaputte Technik oder zu wenige Gäste. Wenn sie früh darüber nachdenkt, kann sie Maßnahmen planen. Zum Beispiel einen Plan für Regen oder einen Technik-Test. Das macht das Projekt besser und sicherer.
Wichtig für die Prüfung
Die Risiko-Analyse ist ein wichtiges Prüfungs-Thema. Du solltest den Ablauf (finden, bewerten, Maßnahmen planen) erklären können. Die Formel (Wahrscheinlichkeit mal Auswirkung) ist wichtig. Auch die vier Lösungs-Arten musst Du kennen. In der Prüfung gibt es oft Beispiele. Du musst dann Risiken für ein Projekt finden und bewerten.
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