SEPA-Lastschriftverfahren

Ein europaweit standardisiertes Verfahren, bei dem ein Zahlungsempfänger mit Erlaubnis des Zahlers (Mandat) Geld von dessen Konto einziehen darf.

Definition

Das SEPA-Lastschrift-Verfahren ist eine Art der bargeld-losen Zahlung in Europa. Es erlaubt einer Firma (Empfänger), Geld direkt vom Konto einer anderen Person oder Firma (Zahler) abzubuchen. Dafür braucht der Empfänger eine Erlaubnis. Diese Erlaubnis nennt man SEPA-Lastschrift-Mandat. Das Mandat ist der Vertrag für die Abbuchung. Es muss bestimmte Informationen enthalten. Zum Beispiel eine Mandats-Nummer und eine Gläubiger-Nummer.

Erklärung im Beruf Büro-Management

Für Kaufleute für Büro-Management ist die Lastschrift auf zwei Wegen wichtig:

  1. Lernleicht GmbH bezahlt Rechnungen: Die Firma bezahlt viele Rechnungen per Lastschrift. Zum Beispiel für Telefon oder Strom. Das ist einfach, weil man nicht an die Überweisung denken muss. Die Aufgabe im Büro ist es, die Erlaubnisse (Mandate) zu verwalten. Man muss auch die Konto-Auszüge prüfen.
  2. Lernleicht GmbH bekommt Geld: Die Firma kann ihren Kunden auch Lastschrift anbieten. Zum Beispiel für Service-Verträge. Das ist gut für das Geld der Firma. Die Zahlungen kommen pünktlich und man muss keine Mahnungen schreiben. Die Aufgabe ist es, die Mandate der Kunden zu verwalten. Man muss die Lastschriften pünktlich zur Bank schicken.

Es gibt zwei wichtige Arten:

  • SEPA-Basis-Lastschrift (CORE): Das ist die normale Lastschrift. Sie ist für Privat-Personen und Firmen. Der Zahler hat ein wichtiges Recht: Er kann das Geld acht Wochen lang zurück-holen. Er muss keinen Grund nennen. Die Bank bucht das Geld dann einfach zurück.
  • SEPA-Firmen-Lastschrift (B2B): Diese Lastschrift ist nur für Geschäfte zwischen Firmen. Der große Unter-Schied ist: Der Zahler kann das Geld nicht zurück-holen, wenn es einmal abgebucht ist. Das gibt dem Empfänger sehr viel Sicher-heit.

Praxis-Beispiel

Die Lernleicht GmbH braucht neue Handy-Verträge. Der Anbieter möchte das Geld per Lastschrift einziehen. Herr Schmidt bittet Laura, das Formular auszufüllen. Sie trägt die Konto-Daten der Lernleicht GmbH ein. Die Geschäfts-Führung unterschreibt die Erlaubnis (Mandat). Jetzt wird die monatliche Rechnung automatisch abgebucht. Weil die Lernleicht GmbH hier der Kunde ist, ist es eine SEPA-Basis-Lastschrift. Frau Richter im Rechnungs-Wesen prüft jeden Monat, ob der Betrag stimmt.

Wichtigkeit für die Prüfung

Die SEPA-Lastschrift ist ein sehr häufiges Thema in der Prüfung. Du musst wissen:

  • Wie das Verfahren grund-sätzlich funktioniert (was ist ein Mandat?).
  • Den genauen Unter-Schied zwischen Basis-Lastschrift und Firmen-Lastschrift. Das fehlende Recht zum Wider-Spruch bei der Firmen-Lastschrift ist sehr wichtig.
  • Die Vorteile und Nachteile für den Zahler und den Empfänger.
  • Die Fristen für den Wider-Spruch (8 Wochen bei Basis, keine bei Firmen).

Ähnliche Begriffe

  • SEPA-Überweisung: Eine aktive Zahlung, die der Zahler startet.
  • Dauer-Auftrag: Eine wieder-kehrende, aktive Zahlung mit festem Betrag.
  • Gläubiger-Identifikations-Nummer: Eine feste Nummer, die jeden Lastschrift-Empfänger erkennbar macht.
  • Mandats-Referenz: Eine eigene Nummer für jede einzelne Erlaubnis (Mandat).

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Lernfeld 9 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten.

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