Skonto
Ein Preisnachlass, den ein Verkäufer dem Käufer gewährt, wenn dieser seine Rechnung innerhalb einer bestimmten, kurzen Frist bezahlt.
Skonto: Definition und Abgrenzung
- Definition: Skonto ist ein bedingter Preisnachlass auf eine Geldforderung, der bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist (Skontofrist) gewährt wird.
- Funktion für den Verkäufer: Instrument zur Beschleunigung des Zahlungseingangs und zur Verbesserung der eigenen Liquidität. Reduziert das Risiko von Zahlungsausfällen.
- Funktion für den Käufer: Finanzeller Anreiz, der die effektiven Anschaffungskosten senkt. Die Nutzung von Skonto entspricht einer hochverzinslichen, kurzfristigen Geldanlage.
- Abgrenzung zum Rabatt:
- Skonto: Bedingt (Zahlungszeitpunkt), zeitlich nachgelagert.
- Rabatt: Unbedingt (z.B. Menge, Treue), wird i.d.R. sofort bei Rechnungsstellung abgezogen.
Berechnung und Buchung
- Berechnungsbasis: In der Geschäftspraxis wird der Skonto vom Bruttorechnungsbetrag berechnet.
- Umsatzsteuerkorrektur: Der im Skontobetrag enthaltene Vor- bzw. Umsatzsteueranteil muss nach § 17 UStG korrigiert werden. Der Skonto mindert die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer.
- Bezugskalkulation: In der Kalkulation wird der Skonto vom Ziel-Einkaufspreis (Netto-Betrag nach Rabatt) berechnet, um den Bar-Einkaufspreis zu ermitteln.
Finanzmathematische Bewertung
- Der effektive Jahreszinssatz des Skontos lässt sich mit folgender Formel berechnen:
p.a. = (Skontosatz in % * 360) / (Zahlungsziel - Skontofrist) - Beispiel: 2% Skonto in 10 Tagen, 30 Tage netto.
p.a. = (2 * 360) / (30 - 10) = 720 / 20 = 36 % - Entscheidungsregel: Die Skontonutzung ist wirtschaftlich vorteilhaft, solange der effektive Jahreszinssatz des Skontos über dem Zinssatz für eine alternative Fremdfinanzierung (z.B. Kontokorrentkredit) liegt.
Passender Kurs
Lernfeld 3 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Aufträge bearbeiten.
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