Gleichgewichtspreis
Der Preis, bei dem die auf einem Markt angebotene Menge eines Gutes exakt der nachgefragten Menge entspricht.
Gleichgewichtspreis
- Definition: Der Preis in einem Wettbewerbsmarkt, bei dem die angebotene Menge (Supply) und die nachgefragte Menge (Demand) eines Gutes übereinstimmen. Am Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragefunktion wird die Gleichgewichtsmenge zum Gleichgewichtspreis umgesetzt.
- Mathematische Bedingung: Qs(P) = Qd(P), wobei Qs die Angebotsfunktion und Qd die Nachfragefunktion in Abhängigkeit vom Preis P ist.
- Marktzustände außerhalb des Gleichgewichts:
- Angebotsüberhang (Surplus): Der aktuelle Preis P liegt über dem Gleichgewichtspreis P*. Folge: Qs > Qd. Die Anbieter werden durch Konkurrenzdruck die Preise senken, um ihre Bestände abzubauen, wodurch sich der Markt in Richtung Gleichgewicht bewegt.
- Nachfrageüberhang (Shortage): Der aktuelle Preis P liegt unter dem Gleichgewichtspreis P*. Folge: Qd > Qs. Die Nachfrager überbieten sich, um das knappe Gut zu erhalten, was zu Preissteigerungen führt, bis das Gleichgewicht erreicht ist.
- Funktionen des Gleichgewichtspreises:
- Informationsfunktion: Signalisiert Knappheit.
- Koordinations-/Ausgleichsfunktion: Bringt Angebots- und Nachfragepläne in Einklang.
- Lenkungs-/Allokationsfunktion: Lenkt Produktionsfaktoren in die Bereiche mit der höchsten Rentabilität.
- Sanktionsfunktion: Nicht wettbewerbsfähige Anbieter scheiden aus dem Markt aus.
- Prüfungsfokus: Grafische und verbale Beschreibung des Marktmodells. Analyse von Marktverschiebungen (z.B. durch Nachfrage- oder Angebotsschocks) und deren Auswirkung auf Gleichgewichtspreis und -menge.
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