Preispolitik
Ein Teilbereich des Marketing-Mix, der alle Entscheidungen rund um den Preis, Rabatte, Skonti und Zahlungsbedingungen eines Produktes umfasst.
Preispolitik (Kontrahierungspolitik)
Die Preispolitik umfasst alle absatzpolitischen Maßnahmen zur Festlegung und Durchsetzung von Preisen und Konditionen. Sie ist ein hochwirksames, schnell anpassbares Instrument des Marketing-Mix.
- Ziele: Gewinnmaximierung, Umsatzmaximierung, Erhöhung des Marktanteils, Preispositionierung (Premium vs. Discount).
- Preisbestimmung (Pricing):
- Kostenorientiert: Basis sind die Voll- oder Teilkosten (Cost-Plus Pricing).
- Nachfrageorientiert: Basis ist die Preis-Absatz-Funktion und die Zahlungsbereitschaft der Kunden.
- Wettbewerbsorientiert: Orientierung an den Preisen des Marktführers oder des Branchendurchschnitts.
- Preisstrategien (insb. bei Innovationen):
- Skimming Pricing: Hoher Einführungspreis zur Abschöpfung von Pioniergewinnen.
- Penetration Pricing: Niedriger Einführungspreis zur schnellen Erschließung von Massenmärkten.
- Preisdifferenzierung: Verkauf identischer Güter zu unterschiedlichen Preisen. Kriterien: quantitativ, qualitativ, zeitlich, räumlich, personell, verwendungsbezogen.
- Konditionenpolitik:
- Rabattpolitik: Funktionsrabatt, Mengenrabatt, Zeitrabatt, Treuerabatt.
- Absatzkreditpolitik: Skonti, Zahlungsziele.
- Liefer- und Servicebedingungen: Regelungen zu Transportkosten (z.B. Incoterms), Garantie, Installation.
Prüfungsrelevanz
Fokus auf anwendungsorientierten Aufgaben. Die Berechnung von Verkaufspreisen (Bezugskalkulation) ist ein Standardelement. Die strategische Unterscheidung von Skimming und Penetration sowie die Zuordnung von Beispielen zur Preisdifferenzierung sind ebenfalls prüfungsrelevant.
Passender Kurs
Lernfeld 5 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Kunden akquirieren und binden.
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