Qualifiziertes Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis, das neben Art und Dauer der Tätigkeit auch eine detaillierte Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten des Arbeitnehmers enthält.

De-fi-ni-ti-on

Ein qua-li-fi-zier-tes Arbeits-zeug-nis ist ein wichtiges Pa-pier vom Arbeit-ge-ber. Man bekommt es am Ende einer Arbeit. Es be-schreibt nicht nur die Auf-ga-ben. Es be-wer-tet auch die Leis-tung und das Ver-hal-ten des Mit-ar-bei-ters. Ein Mit-ar-bei-ter muss dieses Zeug-nis extra an-for-dern. Das ist aber normal.

Er-klä-rung im Kon-text Büro-ma-nage-ment

Das Thema Arbeits-zeug-nis ist für dich zwei-mal wichtig. Erstens: Du bekommst selbst ein Zeug-nis nach deiner Aus-bil-dung. Zweitens: Du hilfst vielleicht in der Per-so-nal-ab-tei-lung, Zeug-nis-se zu schreiben. Du sammelst dann Infos von den Chefs. Du schreibst, welche Auf-ga-ben ein Mit-ar-bei-ter hatte. Du musst dafür die besondere „Zeug-nis-spra-che“ kennen. Du musst auch die Regeln kennen: Das Zeug-nis muss wahr und freund-lich sein.

Praxis-bei-spiel

Emre Yilmaz beendet seine Aus-bil-dung. Er fragt Herrn Braun nach einem qua-li-fi-zier-ten Zeug-nis. Herr Braun fragt alle Chefs, bei denen Emre gearbeitet hat. Sie sollen Emres Arbeit be-wer-ten. Dann schreibt Herr Braun das Zeug-nis. Es hat diese Teile:

  1. Ein-lei-tung: Wer hat von wann bis wann als was gearbeitet?
  2. Be-schrei-bung der Firma.
  3. Ge-naue Be-schrei-bung von Emres Auf-ga-ben.
  4. Be-wer-tung der Leis-tung: Wie gut hat Emre gearbeitet? Hier stehen Sätze wie: „Er hat seine Auf-ga-ben immer sehr gut gemacht.“
  5. Be-wer-tung des Ver-hal-tens: Wie war Emre zu Chefs, Kol-le-gen und Kunden?
  6. Schluss-satz: Die Firma bedankt sich und wünscht alles Gute.
Dieses Zeug-nis ist für Emre ein wichtiger Be-weis für seine gute Arbeit.

Prüfungs-re-le-vanz

Das Arbeits-zeug-nis ist ein sehr wichtiges Thema in der Prüfung. Du musst diese Dinge wissen:

  • Unter-schied ein-fach und qua-li-fi-ziert: Das qua-li-fi-zier-te Zeug-nis hat eine extra Be-wer-tung von Leis-tung und Ver-hal-ten.
  • Recht auf ein Zeug-nis: Das Recht steht im Gesetz (§ 109 Ge-wer-be-ord-nung).
  • Regeln beim Schreiben:
    • Wahr-heit: Alles im Zeug-nis muss stimmen.
    • Wohl-wol-len: Das Zeug-nis soll dem Mit-ar-bei-ter bei der Job-su-che helfen.
  • Zeug-nis-spra-che: Du musst die Sätze wie Schul-no-ten verstehen. Zum Bei-spiel: „stets zur vollsten Zu-frie-den-heit“ ist eine 1 (sehr gut). Wenn der Schluss-satz fehlt, ist das oft ein schlechtes Zeichen.
  • Auf-bau: Du solltest den nor-ma-len Auf-bau eines Zeug-nis-ses kennen.

Ver-wand-te Be-grif-fe

  • Ein-fa-ches Arbeits-zeug-nis
  • Zwi-schen-zeug-nis
  • Aus-bil-dungs-zeug-nis
  • Be-en-di-gung von Arbeits-ver-hält-nis-sen

Passender Kurs

Lernfeld 8 des Rahmenlehrplans Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen.

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