Sender-Empfänger-Modell
Ein grundlegendes Kommunikationsmodell, das den Prozess der Nachrichtenübertragung von einem Sender zu einem Empfänger beschreibt, inklusive Kodierung, Kanal, Dekodierung und möglichen Störungen.
Sender-Empfänger-Modell (Shannon/Weaver)
- Ursprung: Nachrichtentechnik (1949).
- Fokus: Technische Übertragung einer Nachricht und Identifikation von Störquellen.
- Charakter: Überwiegend lineares, technisches Modell. Psychologische Aspekte sind sekundär.
Prozesskomponenten
| Komponente | Funktion |
|---|---|
| Sender | Initiator der Kommunikation. |
| Kodierung | Transformation einer Absicht in ein Signal (z.B. Sprache). |
| Nachricht/Signal | Das kodierte, übertragungsfähige Produkt. |
| Kanal | Das Übertragungsmedium (z.B. akustisch, visuell, digital). |
| Störquelle | Faktoren, die das Signal verfälschen (Rauschen). |
| Dekodierung | Re-Transformation des Signals in eine interpretierbare Information. |
| Empfänger | Adressat der Kommunikation. |
Klassifikation von Störungen
- Technische Störungen: Physische Beeinträchtigungen des Kanals (z.B. Lärm, schlechte Verbindung).
- Semantische Störungen: Probleme bei der Kodierung/Dekodierung (z.B. ungleicher Zeichenvorrat, Fachjargon, Mehrdeutigkeit).
- Psychologische Störungen: Interne Zustände bei Sender/Empfänger (z.B. Vorurteile, Emotionen, kognitive Dissonanz).
Prüfungsrelevanz
- Grundlagenwissen: Dient als Basis für alle weiteren Kommunikationsmodelle.
- Analysefähigkeit: Anhand einer Fallstudie müssen die Komponenten des Modells identifiziert und potenzielle Störungen klassifiziert werden.
- Abgrenzung: Die Grenzen des Modells (z.B. fehlende Berücksichtigung von Nonverbalität und Beziehungsaspekten) müssen bekannt sein, um den Übergang zu Modellen wie dem von Schulz von Thun zu begründen.
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